Meine Ziele

Wohnen in der Wedemark

Die Wedemark bietet durch die Nähe zur Landeshauptstadt Hannover, der guten Verkehrsanbindung, den dörflichen Charakter mit alten Baumbeständen und prägenden Fachwerk- und Klinkerhäusern eine hohe Lebensqualität. Angesichts der starken Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum findet auch ein starker Zuzug in die Wedemark statt. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum führt jedoch auch zu Konflikten, die unter anderem durch eine vorausschauende Planung der Gemeinde bei der Ausweisung von Bebauungsplänen entschärft werden können: - Orientierung der Baulandausweisung an den Grundsätzen des Regionalen Raumordungsprogramms, - größere Baugebiete nur in den Orten mit S-Bahnanschluss, Ausschluss von Landschaftsteilen mit hohem ökologischem Wert, - Verkehrsvermeidung, soweit möglich, dazu planerische und vertragliche Vorgaben für Klimaneutralität, wie z. B. KfW40-Standard - Dachflächen und Fassaden aller öffentlichen Gebäude sollen zukünftig begrünt werden - Verhinderung der Versiegelung von Flächen wie durch Schottergärten: Hier gilt die Niedersächsische Bauordnung einzuhalten; dies sollte von der Gemeinde konsequent überprüft werden. - Erhöhung des Anteils an Sozialwohnungen auf mindestens 25 % - Lieferkettengesetz: alle in der Wedemark tätigen Bauunternehmen müssen vor und nach Baubeginn und Bauabschluss nachweisen, dass Ihre Baumaterialien unter fairen Bedingungen und ohne Kinderarbeit hergestellt wurden.

Klimaschutz in der Wedemark

Die Wedemark soll in 2035 Klimaneutralität erreicht haben. Das bedeutet, dass alle Ratsentscheidungen dahingehend überprüft werden, ob sie diesem Ziel dienen. Erforderlich ist dafür: ein langfristiges Klimaschutzprogramm und die Setzung von Minderungszielen ein Bürgerklimarat, welcher Vorschläge für die weitere Entwicklung der Gemeinde liefern kann und die Umsetzung von bereits beschlossenen Maßnahmen überwacht die Gemeinde muss bei der energetischen Sanierung des umfangreichen gemeindeeigenen Gebäudebestandes mit gutem Beispiel vorangehen und die Energieeffizienz der eigenen Gebäude erhöhen sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen weiter ausbauen weitere Förderung von Solar- und Windenergie, dabei insbesondere ein Repowering des bestehenden Windkraftgebietes bei Elze/Meitze, bei Ausweisung von Neubaugebieten die Pflicht zur Solarenergienutzung und Wärmepumpen, soweit dies technisch möglich ist Beachtung des Kfw40-Standards bei Neubauten mehr Schutz für Bäume und Grünflächen in den Dorfkernen.

Natur und Landschaft in der Wedemark

Die Landschafts- und Naturschutzgebiete innerhalb der Wedemark sind ein Schatz. Ihr Schutz hat hohe Priorität. Angesichts vielfältiger Bedrohungen und Schädigungen reicht bloßes Bewahren nicht. Die Gemeinde hat aktiv die Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen zu betreiben. Die Konzepte der Gemeinde und der Region z. B. für einen Biotopverbund enthalten zahlreiche Einzelaufgaben, die zu realisieren sind. Es gibt weitreichende Handlungsmöglichkeiten auf den gemeindeeigenen Flächen, vor allem den Randstreifen der Wege in kommunalem Besitz und den Ausgleichsflächen. Die Umsetzung der Ergebnisse des „Niedersächsischen Weges“ ist vor Ort zu fördern. In Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben ist besonders die naturnahe Entwicklung der Fließgewässer verstärkt anzugehen, wie z.B. die Renaturierung der Beeke. Dazu gehört auch, dass Wegraine an landwirtschaftlichen und Wirtschaftswegen für die Natur reaktiviert werden. Für den Naturschutz im engeren rechtlichen Sinne ist die Region zuständig. Die Ausweisung weiterer Naturschutzgebiete durch die Region ist auf Gemeindeebene zu initiieren und der Schutz der Hochmoore der Hannoverschen Moorgeest durch das Life+Projekt ist weiter zu unterstützen. Unter dem Eindruck der Klimakrise muss der Schutz der Grundwasservorräte verstärkt werden. Dazu fordern die Grünen ein Konzept für die Bewahrung und die Bewirtschaftung von Regen- und Grundwasser.

Wirtschaft und Handwerk in der Wedemark

Das Ziel der Grünen und der Wedemark ist es, eine klimaneutrale Kommune zu werden. Dabei spielt auch die Gewerbeansiedlung eine wichtige Rolle. Gewerbe ist in begrenztem Maße notwendig, um Arbeitsplätze für die Einwohner*innen und Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde zu schaffen. Aber Gewerbegebiete und ihr Betrieb sind mit vielfältigen Belastungen verbunden. Daher dürfen Gewerbegebiete nur neu ausgewiesen werden, wenn sämtliche anderen Nutzungsmöglichkeiten auf bestehenden Gewerbeflächen nicht mehr möglich sind. Alte brachliegende Flächen müssen vorrangig genutzt werden. Es gilt, dass auch in bereits ausgewiesenen Gewerbegebieten nach Möglichkeit zusätzlicher innerörtlicher Verkehr vermieden werden soll und daneben eine umweltverträgliche und klimaneutrale Gestaltung und Bauweise festzuschreiben ist. Kleine und mittelständige Unternehmen sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich weiter zu entwickeln. Eine Ansiedlung von energieintensiver Logistik in der Hoffnung auf zukünftige Gewerbesteuereinnahmen ist jedoch verkehrt.

Für eine gemeinsame Weiterentwicklung

Für eine gemeinsame Weiterentwicklung

Tierschutz in der Wedemark

Seit 40 Jahren steht grüne Politik für einen schonenden und respektvollen Umgang der Menschen mit ihrer Umwelt und mit den Tieren. In Niedersachsen ist es die Aufgabe der Kommunen, das Tierschutzgesetz umzusetzen. Konkret kann die wie folgt gefördert werden: - Ermäßigung der Hundesteuer für Hunde aus dem Tierheim - geeignete Flächen identifizieren und ausweisen, auf denen Hunde auch während der Brut- und Setzzeit frei laufen dürfen - Unterstützung der Hundehalter durch Errichtung von Hundebeutelspendern und der Bereitstellung von Abfalleimern - die Kastration von Katzen grundsätzlich verpflichtend machen, um so die Vermehrung zurückgelassener und ausgesetzter Hauskatzen im Hinblick auf den Vogelschutz zu verringern - die Umrüstung der Straßenlaternen mit insektenfreundlichen Leuchtmitteln. Dabei ist ebenfalls zu prüfen, ob bestimmte Straßenzüge durch Bewegungsmelder oder per App gesteuert werden können. Massentierhaltung verhindern, wo es möglich ist.

Verkehr in der Wedemark

Die Verkehrsplanung hat bisher vor allem den Pkw- und LKW-Verkehr begünstigt, mit negativen Folgen für Mensch, Natur und Klima. Alle Möglichkeiten, die Verkehrswende im Gemeindegebiet voranzubringen, müssen deshalb genutzt werden. Flächendeckende innnerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 Stundenkilometer dienen dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer*innen und Anwohner*innen. Statt Vorfahrt für Autos gilt es den Platz für alle Verkehrsteilnehmer*innen gerecht aufzuteilen und bedeutet mehr Vorrang für Menschen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Dabei ist auch die Erhaltung bereits bestehender Fahrradwege wichtig. Damit diese auf stärkere Akzeptanz stoßen, ist es erforderlich, dass die Radwege frei von Bewuchs durch Seitenstreifen und angrenzende Hecken sind. Die weiter auszubauenden Fahrradwege sollen der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs gerecht werden und entsprechend breiter angelegt werden. Dies kommt auch dem Einsatz von Lastenrädern und E-Bikes zugute. Hierbei sind Initiativen gegenüber Land und Region zu ergreifen, wo diese die Straßenbaulastträger sind. Zu einer Stärkung des Fahrradverkehrs gehört auch die Realisierung von Fahrradparkhäusern an den S-Bahnhöfen. Die Gemeinde muss diese als Projekt der Region mit Nachdruck einfordern.

Bildung in der Wedemark

Die Gemeinde besitzt bereits ein sehr gutes Angebot an Kitas und Schulen. Dieses Angebot ist zu erhalten und auszubauen. Die Zusammenarbeit mit freien Trägern ist zu vertiefen und zu unterstützen. Aber auch in der Wedemark fehlt die dritte Kraft in den Kitas. Die Forderung für die dritte Kraft steht auf Landesebene gerade zur Disposition, bzw. wird verschoben, ebenso wie die Realisierung der Ganztagsschule. Als Grund nennt die Landesregierung finanzielle Engpässe durch die Pandemie. Wir halten es für untragbar, dass Erziehung, Betreuung und Bildung in der Priorisierung zurückfallen. Unabhängig davon fordern die Grünen für Kinder und Jugendliche · mehr Kitaplätze · mehr Hortplätze oder schnellere Realisierung der Ganztagsschule · Waldwoche in den Kitas als fester Bestandteil des Kita-Konzepts als naturbezogene Ausrichtung der Kitas · bessere Ausstattung der Bibliotheken vor allem für größere Kinder/Jugendliche, auch für Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche · Überplanung des Geländes der Jugendhalle (Abgrenzung von den Wertstoffinseln) Um künftig genügend Erzieher*innen zu beschäftigen, sollte es Ziel sein, allen (Teilzeit)Auszubildenden in den Erzieher*innenberufen einen Platz in unseren Einrichtungen für ihren Teil der praktischen Ausbildung sicher zustellen. Die Grünen wollen, dass sich Kinderbetreuung an der Lebenswirklichkeit der Eltern ausrichtet und Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht. Wir wollen, dass geprüft wird, wie und zu welchen Kosten ein Angebot auch für ältere Kinder zu organisieren wäre. Eventuell ist hier eine Überschneidung mit den Angeboten der Jugendpflege gegeben oder konzeptionell zu entwickeln. Die Grünen wollen prüfen, inwieweit die Schließzeiten der Kitas in den Sommerferien auf ein Minimum reduziert werden könnten.

Beteiligung in der Wedemark

Viele Menschen in der Wedemark beteiligen sich z.B. in sozialen Projekten oder im Naturschutz. Dem Gedanken des Gemeinwohles fühlen auch wir uns verpflichtet und befürworten eine Unterstützung des Ehrenamtes. Dazu gehört für uns aber auch die Entwicklung einer Beteiligungskultur, die sich in Themenforen oder Runden Tischen ausdrücken kann. Unter der Beteiligung externe Moderator*innen oder Fachleuten birgt ein sachlicher Austausch gemeinsame Chancen und Lösungsmöglichkeiten zu aktuellen Themen. Die gemeinsame Weiterentwicklung des Gemeindeentwicklungsplanes in naher Zukunft wäre dafür ein Beispiel. Auch im Hinblick auf eine Gesamtübersicht der vereinzelten Konzepte, an denen die Verwaltung jetzt und in Zukunft arbeiten möchte, sollte eine gute Kommunikation und Transparenz an erster Stelle stehen. Auch auf dem wichtigen Feld des Klimaschutzes sind Ideen die Basis für den Erfolg. Viele Anregungen erwarte ich mir von der Beteiligung der Bürger in einem neu zu gründenden Klimarat. welcher Vorschläge für die weitere Entwicklung der Gemeinde liefern kann und die Umsetzung von bereits beschlossenen Maßnahmen überwacht.